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Muhammad in der Bibel???
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LesehilfeDiese Abhandlung folgt im Grunde den Ausführungen islamischer Theologen zum Thema, dass Muhammad in der Bibel zu finden sei. Daher sind die einzelnen Abhandlungen analog zu diesen Ausführungen verfasst. Es macht daher Sinn die einzelnen Thesen in der Reihenfolge abzuarbeiten. Die Gliederung ist nur zur besseren Übersicht da.
NavigationVorbetrachtung
2. TheseAngeblich würde Mose dem Muhammad gleichen. Der Einstieg ist oft die Aussage, dass die Bibel zwar verfälscht aber dennoch ein heiliges Buch wäre. Man füttert somit den Leser an damit er der Argumentation weiter folgt. Dies ist absolut professionell gemacht und lässt Kritik schon im Ansatz verstummen. Wer sollte nun an dem zweifeln, was dann angeführt wird?
Zitat:
Ist denn nun alles verfälscht oder nicht? Wie kann man den in so einem verfälschten Buch den edelsten aller Propheten suchen?
Zitat: Schon von der Logik her kann man den Muhammad nicht wirklich finden. Nun folgt die Aufforderung:
Zitat:
(5. Mose 18, 18) Wenn man das liest, dann muss zunächst einmal geklärt werden, wer denn hier von Mose angesprochen wird.
(aus 5. Mose 10, 12) Nicht nur einmal wird hier ganz klar Israel angesprochen. Mose führte eindeutig das Volk Israel und nicht das Volk Ismael! Folglich kann schon mal gar nicht Muhammad gemeint sein. Der ist kein Nachkommen der Brüder von Israel. Er wäre maximal ein Onkel von Israel. Die Schriftstelle sagt doch klar aus, dass hier nur die Nachkommen der Israeliten gemeint sind. Somit fällt Muhammad schon aus diesem Grunde aus. Man muss hier aber auch beleuchten was und wer mit dem Begriff „Prophet“ in der Schriftstelle gemeint ist. Verallgemeinert und aus dem Schriftzusammenhang gerissen könnte man schon annehmen, dass hierin auch Muhammad angenommen werden könnte. Schaut man aber genauer hin, dann ist das nicht anzunehmen. Wichtig hierzu ist es, dass man die ganze Schriftstelle heran zieht, denn zuvor lesen wir:
(5. Mose 18, 15 und 16) Hier wird eine Begebenheit eingefügt, welche den Propheten etwas genauer beschreibt. Diese Begebenheit finden wir in 2. Buch Mose. Die Israeliten haben gehört was Gott sagte. Ihnen kam es vor wie Blitz und Donner, was sie letztlich so erschreckte, dass sie zurückwichen. Hierauf kam vom Volk die Bitte an Mose:
„Rede du mit uns, wir wollen hören; aber lass Gott nicht mit uns reden, wir könnten sonst sterben.“ Interessant ist hierzu, dass die Schriftstelle auch ausdrücklich sagt:
„Und Gott redete alle diese Worte“ Somit redete also nicht Gabriel mit Mose sondern Gott selbst! Allgemein wird aber der Erzengel Gabriel als Übermittler des Korans gesehen. Ein Indiz hierfür findet sich im Koran. „Sprich: "Wer immer Gabriels Feind ist - denn er ist es, der es auf Geheiß Allahs hat herabkommen lassen auf dein Herz, Erfüllung dessen, was vordem war, und Führung und frohe Botschaft den Gläubigen -, wer immer ein Feind Allahs ist und Seiner Engel, und Seiner Gesandten, und Gabriels, und Michaels, gewiss ist Allah feind (solchen) Ungläubigen.“ (Sure 2, 97 und 98) (*
Somit hat also nicht Gott, sondern Gabriel mit dem Muhammad gesprochen. „... einen Propheten, wie du bist...“ Kann man hier dies wirklich als gleich ansehen? In Im Koran lesen wir:
„Und wenn Allah sprechen wird: "O Jesus, Sohn der Maria, hast du zu den Menschen gesagt: "Nehmt mich und meine Mutter als zwei Götter neben Allah?" wird er antworten: "Gepriesen seiest Du..."„ Auch die Bibel berichtet davon, dass Gott (also sein Vater) mit Jesus sprach:
„Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und will ihn abermals verherrlichen. Da sprach das Volk, das dabeistand und zuhörte: Es hat gedonnert. Die andern sprachen: Ein Engel hat mit ihm geredet.“ Auch hier wurde offensichtlich ein Donnern vernommen, ähnlich in dem Ereignis am Horeb.
„Und alles Volk sah den Donner und Blitz...“ Ein weiterer Punkt ist die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Prophet. Wir diskutieren hierbei ja über dieses Thema mittels einer Übersetzung. Also ist es auch ganz wichtig die Ursprungsbedeutung im ganzen Umfang zu betrachten. Es gibt eine deutliche sprachliche Unterscheidung zwischen dem Neuen Testament und dem Alten Testament. Das eine ist Hebräisch bzw. Aramäisch überliefert und das Andere ist uns in Griechisch überliefert. Im Neuen Testament betrachtet der Begriff Prophet ausschließlich die Fähigkeit zukünftige Dinge zu beleuchten. Dieses Altgriechische Wort ist auch sprachlich übernommen. Im Alten Testament steht das Wort „נביא“ (sprich: naviy) und somit kommt der Begriff „Fürsprecher“ hinzu. Ein Prophet in Sinn des Alten Testamentes ist also auch ein Fürsprecher! Auch Mose tritt als ein Fürsprecher für das ihm anvertraute Israelitische Volk auf.
„Und nun laß mich, daß mein Zorn über sie entbrenne und sie vertilge; dafür will ich dich zum großen Volk machen. Mose aber flehte vor dem HERRN, seinem Gott, und sprach: Ach, HERR, warum will dein Zorn entbrennen über dein Volk, das du mit großer Kraft und starker Hand aus Ägyptenland geführt hast? ... Kehre dich ab von deinem grimmigen Zorn und laß dich des Unheils gereuen, das du über dein Volk bringen willst... Da gereute den HERRN das Unheil, das er seinem Volk zugedacht hatte.“ Analog bittet Jesus im hohepriesterlichem Gebet für die Seinen.
„Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, daß sie eins seien wie wir... Ich bitte dich nicht, daß du sie aus der Welt nimmst, sondern daß du sie bewahrst vor dem Bösen... Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit... Ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in der Wahrheit. Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, daß du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, ... damit sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, daß du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst. Vater, ich will, daß, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen,...“ Wenn man die Sachlage wir hier analysiert beschaut, dann ist mit dieser Schrifstelle Jesus als dieser Prophet eindeutig logischer als Muhammad. Aber wie schon gesagt, keinen der beiden Namen finden sich im Alten Testament. Man muss allerdings bedenken, dass der Islam eine verschwommene Vorstellung über einen Propheten hat. Schon im Koran ist der Unterschied zwischen einem Propheten, einem Boten und einem Gesandten mehr als nur fließend.Man vermengt regelrecht diese Begriffe miteinander, so dass einem Muslim gar nicht klar ist, dass darin unterschiedliche Aufgaben zu verstehen sind.
Anmerkungen und Texte:
(** Die in der oben genannten Ausführung angegebenen Schriftstelle Koran 3: 42 findet sich im Druck unter 3: 47 und im Internet unter 3: 48
(*** Für Bibelunkundige hierzu einen Hinweis wenn man z.B. 1. Johannes, 2. Johannes und 3. Johannes schreibt, dann wird nicht das Evangelium Johannes sondern die Briefe des Johannes benannt. Es gibt auch Briefe die aus nur einem Kapitel bestehen. In diesem Fall wird keine Kapitelangabe (z.B. 3: oder Kapitel 3) gegeben.
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