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Carl Ischer
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Rosenkreuzer

Die Rosenkreuzer gehören in den Bereich des esoterischen Denkens. Mit Hilfe von Bildern und Symbolen werden die Geheimnisse der anderen Wirklichkeit umschrieben. Kurz vor dem Dreißigjährigen Krieg entstanden in einem studentischen Freundeskreis die beiden Rosenkreuzermanifeste "Fama Fraternitatis oder Brüderschaft des Hochlöblichen Ordens des R.C."(1614) und die "Confessio Fraternitatis"(1615). Mitverfasser war der späteren württembergischen Generalsuperintendenten und Hofpredigers Johann Valentin Andreae (1586-1654). Er selbst verfasste noch die "Chymische Hochzeit Christiani Rosencreutz" (1616). Diese sind die ersten historischen Spuren der geheimen Rosenkreuzer-Bruderschaft. Der Name bezieht sich auf einen gewissen Christian Rosencreuz der zwischen 1378 und 1484 gelebt haben soll. 120 Jahre nach seinem Tod, im Jahre 1604, soll von der Bruderschaft sein Grab wieder aufgefunden worden sein. Zu diesem Zeitpunkt sei die bis dahin im Verborgenen lebende Rosenkreuz-Bruderschaft an die Öffentlichkeit getreten. Bis 1620 erschienen dann ca. 200 Rosenkreuzer-Schriften. In den genannten drei ersten Schriften der Rosenkreuzer wird u.a. das Leben des Christian Rosenkreuz beschrieben. Unter dem Ordensführer Johann Christoph Wällner blühte der Orden kurz auf, denn Wällner war als Staatsminister von Preußen eine Tragende Figur. Mit seinem Tod (1800) verliert der Rosenkreuzerorden an Bedeutung. Anfang des 20. Jahrhunderts taucht die Rosenkreuzertradition auch in Deutschland wieder auf. Anfänge der "Gemeinschaft der Internationalen Schule der Rosenkreuzer-Gemeinschaft, Lectorium Rosicrucianum" (LR) sind wahrscheinlich 1924/25. Gründer war Jan van Rijckenborgh (Jane Leene = 1968). Kernpunkt ist die Tranfiguration (Umwandlung des Menschen auf einem Stufenweg). Durch okkulte Lehren, esoterische Praxis und Einweihung soll die göttlichen Kraft aktiviert werden. Der Mensch soll sich in Reinkarnationen (Wiedergeburten) höher entwickeln. Gedankengut unterschiedlichster Herkunft bilden die Quellen des Rosenkreuzertums (z.B. spätantiken Gnosis und östliches Gedankengut). Auch Gedanken aus der Anthroposophie des Dr. Rudolf Steiner beeinflusste die Lehre. Gott bewirkt die Inkarnation des Geistigen in der Materie. In einer Folge unzähliger Reinkarnationen gelangt der Mensch zur Gottwerdung. Es gibt keine Sünde, folglich keine Erlösung. Der Mensch muss den Transfigurationsweg der Selbstbefreiung aus eigener Kraft gehen. Für das rechte Gehen dieses Weges werden die Rezepte geliefert. Alle Religionen sollten nach Ansicht der Gemeinschaft rosenkreuzerische Wahrheiten enthalten. Die Bibel sei eine durch Fälschungen entstellte Aufzeichnungen bestehender Legenden, das offizielle Christentum eine verkürzte Form der Religion, die nicht zur Befreiung führen könne. Die Vorstellungen der Sivasgruppe sind stark von New- Age-Ideen durchsetzt. Die Rosenkreuzer verlangen vegetarische Ernährung, z.T. auch Verzicht auf Pelz- und Lederbekleidung, Alkohol und Nikotin. Die Gruppen sind in einem Logensystem organisiert. Es gibt verschiedene Eintrittstufen, die nacheinander absolviert werden müssen. Die Zentrale der Rosenkreuzer-Gemeinschaft befindet sich in Darmstadt. In einigen Großstädten gibt es einen Vortragsdienst. Nur die ersten vier der insgesamt 7 Einweihungsstufen finden danach in diesem Erdenleben statt., die folgenden dann in weiteren Erdenleben. Der Hauptsitz von AMORC ist in Baden-Baden. Für Kinder und Jugendliche gibt es eigene Organisationen: Junioren-Orden der Fackelträger. Ab 18 Jahren kann der Eintritt in den Orden erfolgen. Dabei erhält der Schüler einen geheimen Namen und wird mit speziellen Erkennungszeichen, Passwörtern und Handgriffen vertraut gemacht.

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Lectorium Rosicrucianum

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