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Die Offenbarung des Johannes
VorwortDie Offenbarung des Johannes ist ein Buch für Vergangenes, Heutiges und Zukünftiges. Dieses Buch des Neuen Testamentes bildet in vielen Punkten eine Synopse mit dem Buch des Propheten Daniel. Es gibt theologische Thesen, die der Offenbarung nur wenig Bedeutung beimisst, da man sie als ein schwer zu deutendes Buch ansieht. Das ist allemal besser, als die oft durch Auslegungen verbreitete Panikmache. So manche religiöse Sondergemeinschaft macht sich die Bilder der Offenbarung zu Eigen um die Urängste der Menschen zu erreichen. Da ist z.B. das Bild von der Zahl 666 und dem Computer. So etwas kann man bei oberflächlicher Leseweise durchaus vorgaukeln. Macht man sich aber mit diesem Buch ernsthaft vertraut, dann sieht die Sachlage deutlich entspannter aus. Grundlage der Sichtweise sollte immer Jesu Maßstab sein.
(Johannes 16, 33)
(Markus 4, 40)
(1. Johannes 4, 18) Jesus sagt dazu so schön:
(Lukas 21, 28)
Tabellarische ÜbersichtDies kurze Übersicht soll uns zunächst den Inhalt der Offenbarung etwas näherbringen.
Eine Auslegung nach dem Prinzip der Abfolge der EreignisseDie Offenbarung ist ein Buch, welches stellenweise zwei Abläufe nebenher erzählt. Die zwei Abläufe sind zum einen der Plan Gottes für seine Gemeinde und seine Auserwählten. Zum anderem Begleiterscheinungen auf der Erde. Es wird das Eingreifen von Gott und seinen Engeln geschildert und das Widerstreben des Teufels in allen seinen Facetten bis zu seiner Vernichtung. Dabei gibt es vier Zeitabschnitte. Der erste Zeitabschnitt ist in den Sendschreiben bis hin zur siebenden Posaune zu finden. Und beschreibt die Zeit vor dem Wiederkommen des Herrn Jesu. Der zweite Zeitabschnitt beginnt mit dem Wiederkommen der Herrn Jesu und erstreckt sich bis zum Ende des tausendjährigen Friedensreiches. Danach kommt das Weltgericht und schließlich zuletzt die neue Zeit, auf der neuen Erde, in der unmittelbaren Nähe Gottes. Betrachten wir den Plan Gottes, der sich wie ein roter Faden durch die ganze Offenbarung zieht.
Die sieben Sendschreiben:Zu Beginn werden sieben Gemeinden angeschrieben. Christus richtet sich in sieben Sendschreiben an seine Gemeinde an allen Orten und zu allen Zeiten. Die sieben Sendschreiben gelten allen, die auf den wiederkommenden Herrn warten. Die Sieben bezeichnet in der Bibel immer Vollkommenheit, das Ganze bzw. das Vollendete. Eine Woche ist am siebenden Tag, mit dem Ruhetag abgeschlossen.
Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte. (1. Mose 2, 1 bis 3) Es geht also bei den Sendschreiben um die Vollzahl aller Gemeinden, damals wie auch heute. Es geht also in besonderer Weise auch um uns. Die Sendschreiben geben Trost, damit wir im Warten auf den Herrn nicht müde werden. Sie haben die zentrale mahnende und tröstende Botschaft: Wer überwindet, hat teil am ewigen Leben und an göttlicher Herrschaft (Offenbarung 3, 21). Der Her tröstet: Der Tod behält nicht den Sieg (Offenbarung 2, 11). Die Sendschreiben mahnen zur Entscheidung für den Herrn (Offenbarung 2, 5). Wer diesem Rat nicht folgt, sich also nicht für den Herrn entscheidet, erlebt göttliches Gericht. Von den Gerichten Gottes ist in der Offenbarung immer wieder zu lesen. Eindrücklich werden wir zur Entscheidung für den Herrn aufgefordert. Wir sollen überwinden. Dazu werden wir achtmal in der Offenbarung aufgefordert.
Die Zeit des Wiederkommenden Jesus:
In der Offenbarung 4 Vers 1 lesen wir: „Danach sah ich, und siehe, eine Tür war aufgetan im Himmel, und die erste Stimme, die ich mit mir hatte reden hören wie eine Posaune, die sprach: Steig herauf, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll.“ Ab diesem Zeitpunkt erfährt der Schreiber der Offenbarung was in der Zukunft kommen soll. Ich will nun hier die zwei parallel verlaufenden Abläufe nebeneinander stellen, damit man hier besser die Übersicht behält. Den Text sollte man aus der Bibel entnehmen.
Die Endzeit:
Die Zeitenwende: |
Die Begnadigten: | Die übrige Menschheit: |
Kapitel 12, 1 bis 12 Als Bild wird geschildert wie die Auserwählten aus der Gemeinde in Christi entrückt werden. Die übrige Gemeinde wird an einen sicheren Platz gebracht. Frau = Bild der Gemeinde Sohn = die aus der Gemeinde geborenen Auserwählten Der Teufel will diesen Sieg Jesu nicht zulassen und unternimmt den Versuch in den bzw. die Himmel einzudringen. Er wird aber auf diese Erde geworfen. |
Kapitel 12, 13 bis 18 Da der Teufel auch der übrigen Gemeinde Christi, nichts anhaben kann, geht er gegen die vor, die zwar das Zeugnis haben, sich vielleicht auch als Jünger sehen, sich aber nicht für IHN entschieden und seine weißen Kleider für sich abgelehnt haben. (wie z.B. Matthäus 19, 22; Markus 10, 22) Anmerkung:
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Kapitel 14, 1 bis 5 Das Lamm und die 144 000 sind auf dem Berge Zion, also bei Gott. Zion = die weithin strahlende Auch hier sind die Ältesten anwesend. Diese 144000 singen ein „neues Lied“ welches sonst niemand lernen kann. Kapitel 15, 1 bis 4 Diese singen das Lied Mose und das Lied des Lammes. Sie kennen aber nicht das „neue Lied!“ Sie stehen am gläsernen Meer |
Kapitel 13, 1 bis 18 Auf der Erde herrschen nacheinander zwei Tiere. Eines mit Zehn Hörnern und sieben Köpfen eines ist tödlich verwundet. Es lästert Gott und seinen Namen. Das Heil durch Christus wird von ihm angezweifelt , ja sogar abgelehnt. Außer denen die im Lebensbuch des Lammes geschrieben sind, beten alle das Tier an. Das andere sah aus wie das Lamm, hatte aber zwei Hörner und redete wie der Drache. Die Zahl 666 wirkt hier viel Spekulation. Das Bild sagt aber sehr deutlich aus was bzw. wer gemeint ist. Wichtig dabei ist, das es eines Menschen (!) Zahl ist, somit kein Computer! Zu beachten ist auch, dass im Original nicht Zahlen sondern Zahlenwerte in der Form von Buchstaben stehen. Diese sind: „χξς“ (siehe auch 1. Johannes 2:18 bis 22; 2 Johannes 7) |
Kapitel 14, 6 bis 13 Die Botschaft der Engel wird in dem Zenit des Himmel verkündigt. Die Botschaft ist, dass man Gottes Gebote halten soll und nicht das Tier anbeten soll. Der Fall Babylons wir hier schon als Tatsache angekündigt. Der Kelch des Zornes wird beschrieben. Der Schluß ist eine Seligpreisung für die Toten die im Herrn sterben. Kapitel 14, 14 bis 20 Ernte und Weinlese erfolgt. Die Ernte wurde eingebracht. Die Trauben am Weinstock der Erde werden in die Kelter der Zornes gegeben. Kapitel 15, 5 bis 8 Die letzten Plagen für die Menschheit werden vorbereitet und brechen über sie herein. |
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Die sieben Schalen des Zorns Kapitel 16, 1 bis 21 Die Schalen werden gegossen
- in das Meer
- in die Wasserströme und Quellen - alle Ströme, Flüsse und Quellen wurden zu Blut - die Sonne versengt mit großer Hitze die Menschen und keiner bekehrte sich - auf den Thron des Tieres - das Reich des Tieres wurde verfinstert und die Menschen werden von Schmerzen geplagt. Keiner bekehrt sich. - in den Strom Euphrat (= süßes Wasser oder Wasser der Fruchtbarkeit) - Wasser vertrocknet und Drachen, Tier und falscher Prophet bieten teuflische Geister auf. Die Könige versammeln sich zum Kampf bei Harmagedon („αρμαγεδδων“ = Armageddon oder Harmagedon) In Vers 15 kann das selig auch durchaus mit glücklich übersetzt werden. Damit wird die Stelle dann auch im Zusammenhang verständlicher. Diese Aussage betrifft die Menschen auf der Erde und nicht die Auserwählten. Hier fehlt auch die sonst übliche Formulierung „siehe ich komme bald“ - in die Luft - Töne (Stimmen), Donner, Blitze und Erdbeben. Die große Stadt wird dreigeteilt. Die Städte der Heiden stürzen ein. Die Inseln verschwinden und großer Hageln fällt vom Himmel und die Menschen lästern Gott wegen des Hagels |
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Kapitel 19, 1 bis 10 Jubel im Himmel über den Untergang Babylons. Ein Loblied der großen Schar ist zu hören.
Das Wort „πολυς“ = „viel“ oder wie hier „groß“ ist mit Kapitel 7, 9 identisch. Auch hier sind die Ältesten da. Es wird von der Hochzeit des Lammes geschrieben (Offenbarung 19, 9). Hier sind alle Begnadigten bei Jesu!
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Kapitel 17, und 18, Babylon wird beschrieben. Diese Stadt wird als eine Frau (Bild für Gemeinschaft) beschrieben. Sie ist bekleidet mit Purpur und Scharlach. Als Schmuck trägt sie Gold, Edelsteine und Perlen. Die sitzt auf einem Tier mit sieben Häuptern. Diese Häupter werden als sieben Berge beschrieben.
In dieser Gemeinschaft finden sich auch welche aus dem Volk des Herrn! Diese sollen aus ihr ausziehen. All das treiben in dieser Stadt wird beschrieben. Es folgt die Vernichtung Babylons. Etwas was einem Mühlstein ähnelt wird ins Meer geworfen und Babylon wird wie in einen Sturm vernichtet. Alles in ihr verstummt. Sie wird Vernichtet, damit die Menschen nicht mehr durch sie versucht werden können. |
Kapitel 19, 11 bis 16 Jesus kommt zum zweiten Mal wieder, auf diese Erde und bringt seine Auserwählten mit auf weißen Pferden und in weißen Kleidern. Im Kapitel 6, 11 und 7, 9 wird ebenfalls von diesen weißen Gewändern berichtet. |
Kapitel 19, 17 bis 21 Das Ende der Tieres und des falschen Propheten. Sie werden zuerst in den feurigen Pfuhl gegeben. |
Kapitel 20, 1 bis 6
Wie schon im 19. Kapitel beschrieben kommt Jesus nun mit seinen Auserwählten zurück um eine göttliche Regierung aufzurichten. Seine Auserwählten bzw. seine Braut, wird mit IHM auf der Erde 1000 Jahre lang regieren. Im 4. Vers beginnt die Passage zum tausendjährigem Friedensreich. Hier ist Genauigkeit gefragt um die Zusammenhänge zu erkennen. Deshalb lasse ich hier mal den Text folgen:
Der Beginn ist: „und ich sah Throne, und sie setzten sich...“
Die daraus folgende brennende Frage für uns ist; Wer setzt sich?
Hier sind nicht die folgend Angeführten gemeint. Diese sind erst in einem neuen Gesicht getrennt mit „und ich sah...“ angeführt. Gemeint sind also die zuvor Genannten. Nun wird Jedem klar sein, dass hier weder das Tier noch der falsche Prophet gemeint ist. Zuvor wird aber im Kapitel 19, 14 sein Heer des Himmels genannt, diese sind angetan mit weißem Leinen und genau diese sind diejenigen, die sich auf die Thone setzen. Zu diesen zählen, die in Kapitel 11, 18 genannten. Es handelt sich zuerst um die Toten welche unterschieden (so kann man „κριθηναι“ auch übersetzen) werden von denen die nicht auferstehen können. Genaugenommen ist dies ja auch ein richten, aber ein richten nach der Gnade (Johannes 20, 31). Wer diese Gnade in Christo (durch den Glauben an Jesu) ergriffen hat wird sozusagen schon hier begnadigt. Diese Toten werden also auferstehen und mit den noch lebenden Auserwählten entrückt zu Gott und seinem Thron. Im 12. Kapitel ist diese Bild an Hand der Frau und dem Sohn (biblisch der Erbe) deutlich geschildert. Die letzten die noch zu der ersten Auferstehung hinzugefügt werden sind diejenigen, die auch nach der Entrückung sich zu Jesu halten und nicht der Versuchung des Satan erlegen sind. Alle hier nun erwähnten haben Teil an der ersten Auferstehung. Diese werden die andere Auferstehung (das Weltgericht) nicht miterleben müssen. In dieser Zeit der tausend Jahre, ist der Teufel gebunden und kann keinen verführen. Alle zusammen werden mit Gott und Christi als Priester regieren. Allen nun lebenden wird Gott nahegebracht. Von diesen wird keiner sagen können „ich wußte es ja nicht.“
Kapitel 20, 7 bis 10
Nach dem Tausendjährigem Reich wird der Teufel noch einmal losgelassen. Hier steht nun eine erschreckende Tatsache. Sein Anhang wird unbeschreiblich groß sein. Letztlich wird Satan entgültig vernichtet. Auch er landet nun im feurigen Pfuhl wie schon zuvor Tier und falscher Prophet.
Kapitel 20, 11 bis 15
Das Weltgericht erfolgt. Nun werden auch diejenigen wieder Auferstehen welche zum Gericht geladen sind. Hier erfolgt ein Gericht nach Werken (Matthäus 25, 31 bis 46) und nicht nach der Gnade. Wer hier dann nichts aufzuweisen hat wird ebenfalls in den feurigen Pfuhl geworfen werden. Als letztes wird der Tod gerichtet und in den feurigen Pfuhl geworfen. Der feurige Pfuhl ist dann der ewige, geistliche Tod, oder anders gesagt der zweite Tod (Kapitel 20, 6)
Kapitel 21,
Beschreibt das ewige Gottesreich im neuem Jerusalem. Dazu wird Gott eine neue Erde und einen neuen Himmel schaffen. In den Schlußworten werden wir ermahnt alles so zu lassen wie es niedergeschrieben wurde.
Alles mündet in den Schluß:
Es ist der Ruf Jesu und die freudige Antwort der sich IHM Ergebenen.
Einige Worterklärungen:
Himmelreich oder auch Königreich der Himmel: Solch ein Himmelreich soll schon hier zwischen den Christen vorhanden sein und in Ewigkeit weiterwirken.
Purpur = blaurote Farbe aus dem Saft der Purpur und Stachelschnecken
Scharlach = dunkelrote Farbe die über Schildläuse aus den Früchten der Kermeseiche gewonnen wurde
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